Januar 2016:
 

Na, das war ja wohl der “unkomplizierteste Jahreswechsel ever”! Sechs Vierbeiner hatten so viel Unterhaltung und Halli-Galli, dass “keine Zeit” für Böller- und Raketenangst blieb. Menschenbesuch, Musik im Hintergrund, ein turnendes Kind dazwischen. Ablenkung genug, dass sich keins der Schnauzentiere unters Sofa verkriechen mochte. (Man hätte ja sonst was verpassen können ;)

Klar haben wir auch selbst Raketen gezündet. Aldi bot die mutmaßlich chinesischen Feuerwerks-Sortimente wie in den vergangenen Jahren unter Namen wie Berlin, Paris oder ... New York (?) an, allerdings - nicht ohne Sinn für schwarzen Humor - zu Silvester 2015 mit dem Label-Zusatz “Bombenraketen”. Da die Sortimente “Kabul”, “Bagdad” und “Damaskus” offenbar schon ausverkauft waren, griff ich dann doch zu “Berlin”. Ist ja womöglich auch schon wieder zeitgemäßer - hörte ich kürzlich doch die sarkastische Bemerkung, die Wahrscheinlichkeit, dass dem wilden Taliban in Deutschland Zuflucht vor seinen Richtern gewährt werde, sei mittlerweile höher als diejenige, dass sein Opfer sich bei uns in Sicherheit zu bringen vermöge.

Als einfacher Mann vom Lande kann ich solch große Zusammenhänge nicht wirklich beurteilen. Zwar schienen mir die verstummten Analysen Peter Scholl-Latours stets schlüssiger als die anhaltenden Claudia Roths.

Es bleibt .... sagen wir: spannend. Und wir sind ja nicht nur Realisten, sondern auch Rheinländer!

Ein frohes neues kraftvolles Jahr! Allen Kunden! Allen ihren Hunden!



September 2015:
ACHTUNG: Flexileinen-Entsorgung!
Wie “glücklich” Sie, meine Kunden, mit den “Flexi-Leinen” sind, erkenne ich daran, dass sich mittlerweile ein beachtliches Arsenal liegengebliebener Exemplare davon bei mir angesammelt hat. Wer seine Flexileine vermisst (Hihi! ...), möge sie bitte bei mir abholen. Denn sonst werden die “Flexis” meinerseits nicht verkauft oder versteigert, sondern in den Müll entsorgt. Nicht böse sein, wenn ich da, von Berufs wegen, gnadenlos bin. Die Frist läuft. - Machen Sie Ihren Hund leinenführig! Vor dem stressfreien Gassi-Gang kommt die Arbeit. Ich helfe Ihnen dabei gern.



November 2014 ff.:

Wegen eines sehr rüdenlastigen Betreuungsjahres 2014 werden derzeit nur weibliche Hunde oder gesichert gruppenverträgliche kastrierte Rüden in Tagesbetreuung von Mo bis Fr aufgenommen. Wegen Terminenge sollten die Tiere halterseits gebracht und bis 19:30 Uhr wieder abgeholt werden.



April 2014

Eine Webseite will gepflegt sein. Manchmal dauert es etwas länger. Denn die Ausflüge mit den Hunden machen einen langen Tag - und einen späten Abend am Schreibtisch.

 Ich hoffe, Ihnen, meinen Kunden, Besuchern, Interessenten, gefällt die behutsame Neugestaltung meiner Internetseite. Im Wesentlichen handelt es sich um ein etwas disziplinierteres Layout, teils um eine stringentere Neuordnung der Seiten.

August 2016:


Ich führe eine kupierte "Doberfrau" in Zweithalterschaft. Zuchtherkunft des Tieres ist Ungarn. Am Verhalten des Tieres abzulesen: sowohl Züchter als auch Ersthalterin machten alles richtig. Nun, ich recherchierte in diesem Zusammenhang über die Auseinandersetzungen zwischen den Kupiergegnern (aus dem Hobbytierschutzbereich) und den Kupierbefürwortern (nicht nur aus dem Bereich der Rassehundliebhaber). Schnell führte mein Weg zum Thema Hundhalter-Psychologie. Ich blieb hängen auf dem Hundehalter-Portal "bestehunde.de"

Mir fielen dort gleich mehrere Artikel auf, die ich als fachlich kompetent und gleichzeitig unterhaltsam erachte. Ich möchte Ihnen diese Artikel nicht vorenthalten.

Wir Hundehalter haben einen an der Waffel:
http://www.bestehunde.de/hundehalter-sind-komisch.html

Unterwegs mit einem Dogwalker:
http://www.bestehunde.de/unterwegs-mit-einem-dogwalker.html

Aufreiten bei Hunden: Zulassen oder unterbinden?:
http://www.bestehunde.de/wenn-hunde-aufreiten.html

 

Dezember 2017:


Liebe Freunde, liebe Hundefreunde, liebe Kunden!

Das Jahr 2017 beim Belloservice Vorgebirge hat viel Output gebracht. Viel Geschaffenes, viel Konstruktives - auch Trauriges.

GESCHAFFENES

- Die Gruppenfütterungsbox ist endlich komplett fertiggestellt: Getrenntfütterung von gleichzeitig vier Hunden nebeneinander, ohne Möglichkeit zur Futteraggression.

- Weiterbildung in Sachen “Hundetrainer”. Ja, streng genommen müsste es freilich  heißen: HundeHALTERtrainer. Erziehungsfragen? Probleme? Ich stehe Ihnen zur Verfügung!

- Der Vorgarten ist jetzt ebenfalls eingezäunt - und zwar mit Untergrabungsschutz. Gesicherter Ort für Hundeerstbegegnungen. Raum für fachlich geführte Erstsozialisierung der  Welpen.

- Das rückwärtige Gelände hat nun eine Zaun-Unterteilung mit Torzugang - Sicherheitsoption insbesondere bei der Erstbegegnung unkastrierter Rüden.

- Die meisten Regenwasser-Pools sind per Drahtgeflecht abgesichert.


SCHÖNES

Im Hochsommer fand Amber zu uns, als Betriebshund. Dobermann-Fräulein des braunen Farbschlags. Geliebte und treulich umsorgte Adoptivtochter meiner wunderbaren Dobermann-Hündin Grace. Die kurze Zeitspanne, die wir als Dreierteam,  plus Betreuungshunde, zusammenlebten, die war - trotz des Stress der Hauptsaison - vielleicht die schönste Zeit meines Lebens. Denn es zauberte mir ein Dauerlächeln ins Gesicht, die beiden Doberinnen in ihrer Harmonie miteinander zu beobachten. Grace war für Amber die beste Pflegemutter der Welt. Amber war für Grace gelehrsame Adoptivtochter, Kuschel- und Pflegeinstanz.


TRAURIGES

Es war just zum Abschluss der Hauptsaison, abends. Grace mochte nicht mit zum Füttern in den Hof kommen. Grace ohne Heißhunger? Der Rest spielte sich in fünf Minuten ab. Sie musste aufstoßen. Meine Alarmglocken schrillten. Ich nahm sie in meine Arme. Sie kollabierte. Sie löste ihren Darm. Ich fühlte eine ungekannte Kühle ihres Körpers. Ihre Körperspannung war fort. Sie war schlaff. Wiederbelebung! Mund-zu-Schnauze-Beatmung. Herzdruckmassage. Ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen. Es war ein schneller Tod, so wie man ihn für sich selbst wünscht. ...


Lag ich eine halbe, lag ich eine Stunde gemeinsam mit dem Kadaver in der letzten Scheiße, im letzten Urin meiner Doberin? Aufgelöst in Tränen und Verzweiflung.Handeln angesichts des Todes fällt schwer. Ich rief meinen Nachbarn Jan an, ob er kommen könne. Erst kurz zuvor hatte ich ihn, unterwegs mit den Hunden, kennengelernt. Er erwies sich als wunderbarer, einfühlsamer Mensch.  Ich hatte 10 Hunde zu füttern. Jan wachte währenddessen rührend am Leichnam meiner Hündin. Jan war es auch, der mich zurück in die Handlungsfähigkeit brachte. In einer warmen Augustnacht hob ich beim Schein einer Taschenlampe verdichteten Schluffboden aus. Er war knochenhart. Ich hörte Tierstimmen, die ich seit Jahren nicht mehr wahrgenommen hatte: raschelnde Igel, trippelnde Wasserratten von drüben vom Bach, Nachtigallen, das Blöken der Schafe auf der Weide zur Straße hin. Piepsende Mäuse. Jagende Nachtgreifer. Streifende Katzen. Zu Grace’ Lebzeiten hätte keines dieser Lebewesen einen Lauf, einen Fuß, eine Pfote in den Garten gesetzt. Um vier Uhr in der Früh war das Grab ausgehoben und sein Grund mit meinen Tränen gefüllt. Im ersten Grau des Morgens war ich entwässert. Ich ließ den Spaten fallen, schleppte mich zu einigen schlafenden Hunden, sackte neben ihnen auf dem Boden erschöpft zusammen.


Grace ging so plötzlich wie sie unverhofft in mein Leben trat. Mit dem Hund, der eigentlich ein Riesenschnauzer hätte werden sollen, verbrachte ich als Zweithalter zwei Jahre. Ich hoffe, es waren schöne Jahre für die kleine Grace - für meine Gretel, wie einer ihrer Kosename lautete. Ihren zehnten Geburtstag verpasste sie um zwei Monate. Mag sein, sie starb an einem schwachen Dobermann-Herzen, mag sein, es war der Krebs, der über die Lymphe bereits gestreut hatte, bevor ich ihr hätte helfen dürfen und können.

Ich werde meine Gretel nicht vergessen, bis mich selbst die Würmer rufen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich den Schmerz ohne die Verpflichtung für die kleine Amber, Gracys Pflegetochter und Jungbrunnen auf Zeit, ausgehalten hätte. Das Leben geht weiter, bis zum eigenen Tod.

Nun, wo ich dies schreibe, hat die kleine Amber (aktuell 24 kg, Widerristhöhe 64 cm) gerade ihren ersten Schnee erlebt. Mein Stammrüde Benjy liebt Amber, wie er zuvor Grace liebte. Und Schmuse-Viszla Frodo kuschelt so innig mit Amber wie zuvor mit Grace. Soweit zu diesem Übergang.


DENUNZIATION

Am 21.12.2017 besuchte mich eine (sehr freundliche und verbindliche) Amtstierärztin. Es sei eine anonyme Anzeige eingegangen. Ich würde meine Hündin unterernähren, so der ungenannte Denunziant. Zu dessen (oder deren) gepflegter Information:

Meine Hündin Amber in Braun-Tan ist mit aktuell 8,6 Monaten Alter 25 kg schwer. Ihre Widerristhöhe beträgt 65 cm. Ein Dobermann, in dessen Rassegeschichte sich auch die Gene des Greyhound finden, wächst bis zum 18 Lebensmonat. Er ist nicht vergleichbar mit einem Rottweiler, wenn auch beide Rassen zu den Gebrauchshunderassen im Schutz- und Diensthundebereich zählen mögen. - Amber befindet sich derzeit im Prooestrus (Vorhitze, 10. Tag, 23.12.2017) einer hinreichend unklar eingesetzten Hitze-Phase, weibl. Sexualzyklus). Ihr Darm war in der Tat ein empfindsamer, und ich suchte lange nach dem passenden, verträglichen Futter. Mit diesem (sehr teuren Trocken-)Futter wird sie oberhalb der herstellerseitigen Fütterungsempfehlung versorgt. - Während des Wachstums ist es risikoreich, zu barfen, denn die Gefahr einer Fehldosierung mit einzelnen Nährelementen ist dann besonders hoch. - Amber wurde negativ auf Giardien getestet. Sie wird regelmäßig entwurmt. - Während einer langen Durchfallphase erhielt sie Beifütterung durch die Pilzkulturen “Reishi” und “Hericium” sowie das darmstabilisierende Präparat “Enteritab”. Ihr Darmsystem wurde mit Schonkost (gekochtes Hühnerfilet) und Moro-Suppe (1 kg Möhren, 1 TL Salz, 1 h gekocht) stabilisiert. Sie erhielt über Wochen Beifütterung durch Olewo-Karotten. Ihr Darm reagiert unleidig auf alle Getreidearten, inklusive Reis.(Dieser wurde meinerseits als letzte Schwachstelle in der Kohlehydratversorgung aussortiert). Ambers Gebäudezustand wurde mir von zwei Tierarztpraxen als gut bescheinigt, obwohl ich sie selbst als leicht zu dünn empfinde.

Herrn oder Frau Denunziant empfehle ich, er möge seinen meinerseits gemutmaßten Labrador-Retriever laut Zuchtverbands-Empfehlung weiterhin zum Mastschwein füttern. Wohl wissend, dass einige Zeitgenossen zum Oberlehrertum neigen, grüße ich ihn mit dem Wunsch “Get a life!” Frei übersetzt: Werd (geistig) erwachsen und sieh zu, dass du dein eigenes Leben in den Griff kriegst! (Möge das anonyme Denunziantentum im politisch modischen Neosozialismus auch fröhliche Urständ feiern). Nein, ich kann nichts dafür, dass du unzufrieden mit deinem Leben bist, auch wenn du das 20-fache dessen verdienen magst, womit ich selbst zu überleben habe.


WITZIGES

Wussten Sie, dass “Ochsenziemer” so heißen wie sie heißen, damit sie nicht als “getrockneter Rinderpenis” ausgezeichnet werden müssen? Ich erfuhr es von einer Fachverkäuferin im Tierbedarfshandel. Andernfalls würden die männlichen Hundehalter eine Kaufhemmung haben - aus Solidarität mit Geschlechtsgenossen. Ich zog daraus für mich den Schluss, dass sich getrocknete Rinder-Vulven wohl besser an die männlichen Hundehalter verkaufen lassen müssten.


ANSTRENGENDES

Ich weise die Halter/innen unkastrierter Rüden weiterhin darauf hin, dass sie sich einen gewissen Luxus leisten. Einen Betreuungsplatz (und Betreuungssicherheit!) für einen unkastrierten Rüden zu finden, wird in aller Regel schwieriger bleiben als das Finden eines Platzes für Hündin oder kastrierten Rüden! Im sozialen Umgang komplizierte Hündinnen finden sich fast nur im androgenisierten (tendenziell vermännlichten) Fall der betreffenden Hündin. Unkastrierte Rüden hingegen befinden sich im Dauerwettbewerb um die Gunst des “schönen Geschlechts”. Ich weise darauf hin, dass ich weder fähig noch willens bin, an Umständen der Natur etwas zu ändern - Urlaubstermin hin, Urlaubstermin her. Ich gehöre zu den wenigen Anbietern am regionalen Markt, die bei mobiler und vor allem haushaltsintegrierter Hundebetreuung überhaupt unkastrierte Rüden annehmen. Bitte würdigen Sie diesen Umstand!


JAHRESENDE / JAHRESWECHSEL

Ich wünsche Ihnen das Beste fürs Neue!
 



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